Sicherheits- und Hygienehinweise für Helfer im Rahmen von #soliDArisch

  1. Der SV Darmstadt 98 e.V. dient als Vermittler von Helfern und Hilfesuchenden. Der SV 98 übernimmt weder die konkrete Organisation der Hilfsleistungen noch ist er juristisch dafür verantwortlich. Der SV 98 möchte mit dieser Hilfestellung die Eindämmung der Corona Pandemie unterstützen und Personen aus der Risikogruppe sowie von Quarantänemaßnahmen Betroffenen bei der Bewältigung ihres Alltags helfen.
  2. Jede Hilfe muss so lokal wie möglich stattfinden. Wir wollen nicht, dass durch längere Distanzen, insbesondere bei Nutzung des ÖPNV Ansteckungsrisiken eingegangen werden.
    Reduziert Eure Kontakte, bleibt Daheim, wenn Ihr nicht helft, achtet darauf Euer Infektionsrisiko zu minimieren.
  3. Du darfst nur helfen, wenn Du volljährig oder unter 50 Jahren alt bist. Falls Du Vorerkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem oder Asthma hast, scheidest Du ebenfalls als Helfer aus. Vielmehr solltest Du dann selbst überlegen, Dir helfen zu lassen und möglichst nicht mehr vor die Tür zu gehen!
  4. Wir vermitteln genau einen Helfer an genau einen Hilfesuchenden. Helft also bitte wenigen, das aber kontinuierlich. Diese Maßnahme soll ebenfalls dazu beitragen, Infektionsketten nachvollziehbar zu halten, bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen.
  5. Falls Eure Hilfe zu persönlichem Kontakt führt, denkt an desinfizierte Hände und ggf. weitere Schutzmaßnahmen.
  6. Die Datenschutzhinweise sind zu beachten, wenn Euch Daten zur Verfügung gestellt werden, heißt das nicht, dass Ihr sie weitergeben dürftet.
  7. Die Hilfeleistung ist ferner persönlich zu erbringen und kann nicht an andere delegiert werden.

Spezielle Hinweise zu Einkaufsdiensten:

  1. Den logistischen Ablauf klären Helfer und Hilfesuchender direkt miteinander, wir vermitteln nur den Kontakt.
  2. Es sollte selbstverständlich sein, die vollen Personalien und Kontaktdaten auszutauschen, um Missbrauchsfälle auszuschließen.
  3. Der Service sollte nur von Leuten genutzt werden, die sich in häuslicher Quarantäne befinden oder aufgrund Vorerkrankungen/Alters zur Risikogruppe gehören.
  4. Wir raten maximal Einkäufe bis zu einem Warenwert von 50,- Euro zu tätigen und den Einkaufenden in Vorlage gehen zu lassen.
  5. Wir unterstützen keine Hamsterkäufe. Wenn der Hilfesuchende auffällige große Mengen eines bestimmten Artikels möchte, gerne nachfragen und erklären, dass alle was kriegen sollen.
  6. Ihr geht nur dann einkaufen, wenn ihr euch zu 100 Prozent fit fühlt. Und zwar nur dann! Vor und nach dem Einkauf: Mindestens 20 Sekunden Hände mit Seife waschen.
  7. Wenn es Möglichkeiten der bargeldlosen Zahlung gibt, sind diese sowohl im Markt als auch an der Tür vorzuziehen. Allerdings solltet Ihr nicht mit großer PayPal-Verbreitung in der Risikogruppe rechnen.
  8. Ablauf der Übergabe:
 

  • Ihr klingelt, informiert den Hilfesuchenden über die Sprechanlage darüber, wer ihr seid und wie viel der Einkauf gekostet hat. Im Notfall kann die Kommunikation auch über Zuruf stattfinden – haltet dabei fünf Meter Sicherheitsabstand ein!
  • Die Hilfesuchenden legen das Geld vor die Wohnungstür.
  • Erst bei geschlossener Wohnungstür tretet ihr in das Haus ein und tauscht das Geld gegen den Einkauf. (Falls vorhanden könnt ihr vor Eintritt in das Haus einen Mundschutz und Handschuhe anziehen, die nochmal ein minimales Plus an Sicherheit für die Hilfesuchenden geben.) Die Koordinationsstelle informiert bereits von Anfang an, dass möglichst passend bezahlt werden soll und die Einkaufenden nicht jedes Wechselgeld parat haben. Im Notfall wird aufgerundet!
  • Macht den Hilfesuchenden deutlich, wann sie die Wohnungstür aufmachen 
können.
  • Gebt der Koordinationsstelle Bescheid, dass der Einkauf funktioniert hat
  • Und immer daran denken: Sicherheit geht vor! Lieber gelingt ein Einkauf nicht, als dass ihr euch oder die Hilfesuchenden gefährdet.

Spezielle Hinweise zu Betreuungsleistungen/Gassi-Gängen:

  1. Ob der Hilfesuchende dem Helfenden die Verantwortung über sein Kind/Tier überlassen möchte, muss er völlig eigenständig entscheiden. Der SV 98 übernimmt hier keine Haftung und tritt nur als Vermittler auf.
  2. Wenn Du ein Kind oder Tier betreust: Beschränke Dich auf diese eine Familie! Vergiss nicht, dass auch Du ohne Symptome Träger des Virus sein kannst. Niemandem ist geholfen, wenn Du ihn zu mehreren Familien schleppst.
  3. Seid Euch der Verantwortung bewusst, bleibt telefonisch in Kontakt, informiert Euch über Allergien oder spezielle Verhaltensweisen.
  4. Gebt der Koordinationsstelle Bescheid, ob die Vermittlung funktioniert hat

Spezielle Hinweise zur Langeweilebekämpfung /Telefonkontakt:

  1. Dieses Angebot richtet sich an alle, die sich zu Hause aufhalten müssen, dadurch aber kaum mehr soziale Kontakte haben können. Wir vermitteln gerne Personen, denen es ähnlich geht, damit Ihr Euch austauschen könnt.
  2. Hier gilt wie immer im Leben: Anständiges Benehmen und Etikette. Falls Euer Gegenüber wünscht, nicht mehr kontaktiert zu werden, ist dieser Wunsch ausnahmslos zu respektieren!
  3. Gebt der Koordinationsstelle Bescheid, ob die Vermittlung funktioniert hat